Auferstehung | Pfarramt
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Auferstehungskirche

Hölderlinstr. 3
77654 Offenburg
77654 Offenburg
Am 30. November (1. Advent) des Jahres 1969 wurde die Auferstehungskirche nach sechsjähriger Planungs- und Bauzeit eingeweiht. Sie wurde vom Stuttgarter Architektenbüro Prof. R. Döcker und J. Brenner entworfen und gebaut.
Die Kirche ist das spezielle Werk von Prof. Döcker, der daran von den 1963 begonnenen Vorentwürfen an bis zu seinem Tode im Sommer 1968 gearbeitet hat, als die Kirche fast fertig war. Prof. Dr.-Ing. Richard Döcker, 1894 geboren, war bis 1958 als ordentlicher Professor Inhaber des Lehrstuhls für Städtebau und Entwerfen an der Universität Stuttgart. Seit 1957 war er Mitglied der Akademie der Künste in Berlin und erhielt aufgrund seiner herausragenden Leistungen 1958 die Ehrendoktorwürde der Universität Karlsruhe.
Der Grundriss
Ausgehend vom Grundgedanken, dass die Gemeinde im Gottesdienst insbesondere eine Gemeinschaft bildet, und von der Idealvorstellung einer sich im Gottesdienst um Altar und Pfarrer scharenden Gemeinde wurde die Auferstehungskirche auf der Grundlage des Zentralbauschemas entwickelt. Die Gestaltung des Grundrisses geht deshalb von der Idealform des Kreises aus, der Grundform des Zentralbauschema
In diesen Kreis fügen sich die unregelmäßig gefalteten Wände ein, wobei die Wandscheiben der Nord-, West- und Südwand einerseits gewissermaßen die Gemeinde umschließen, aber den Blick zum Altarraum hin öffnen, der von einer breit gespannten, in der Mitte abgewinkelten Wand abgeschlossen wird. Ein großflächiges abstraktes Relief soll diese Wand "in ihrer Bedeutung über die anderen Wände hinausheben" (Prof. Döcker).
Die Altarwand
Das einzige dekorative Element, das bewusst die Aufmerksamkeit auf sich und damit auf den Altarbereich lenken soll, ist das großflächige Relief der Altarwand, das von dem Stuttgarter Künstler Günter Neusel gestaltet wurde. Entsprechend der vertikalen Struktur, die durch die Verwendung sägerauer Schalbretter auf den Wandflächen entstanden ist, sind auch die Vertiefungen des Reliefs vertikal gegliedert. Sie korrespondieren in ihrer Anordnung auch mit den Pfeifen der Orgel an der gegenüberliegenden Westwand. Das Relief soll mit seiner abstrakten Linien- und Formengestaltung aber nichts Fertiges und Bestimmtes darstellen. Es will den Betrachter vielmehr immer wieder zum Nachdenken und Neubesinnen auffordern und entspricht damit dem Charakter und der Sinnbestimmung des Kirchenraumes.
Nord- und Südwand
Da die gesamte Kirche frei und nicht nach einem achsialsymmetrischen System gestaltet ist, haben die Wände entsprechend ihrer unterschiedlichen Zweckbestimmung auch unterschiedliche Formen. Die Nordwand ist bis oben hin geöffnet, denn durch ihre mit klarem, etwas unstrukturiertem Glas versehenen Fenster wird eine gleichmäßige Belichtung des Kirchenraumes erreicht.
Im Gegensatz dazu ist die Südwand - bis auf kleine farbige Fenster im unteren Bereich - geschlossen und verhindert damit eine direkte Sonneneinstrahlung in den Raum. Diese erzeugt nämlich je nach Jahreszeit, Stunde und Wetter die unterschiedlichsten Lichtarten und -richtungen und kann dadurch das Raumbild tiefgreifend verändern. Die Gleichmäßigkeit der Raumbelichtung ist aber ein wichtiger Beitrag zu der erwünschten ruhigen Atmosphäre des Kirchenraumes und dabei sollten die Zufälligkeiten direkten Sonnenlichts ausgeschlossen werden.
Im Gegensatz dazu ist die Südwand - bis auf kleine farbige Fenster im unteren Bereich - geschlossen und verhindert damit eine direkte Sonneneinstrahlung in den Raum. Diese erzeugt nämlich je nach Jahreszeit, Stunde und Wetter die unterschiedlichsten Lichtarten und -richtungen und kann dadurch das Raumbild tiefgreifend verändern. Die Gleichmäßigkeit der Raumbelichtung ist aber ein wichtiger Beitrag zu der erwünschten ruhigen Atmosphäre des Kirchenraumes und dabei sollten die Zufälligkeiten direkten Sonnenlichts ausgeschlossen werden.
Das äußere Bild der Kirche
Was dem Betrachter vielleicht als erstes auffällt, ist das - bis auf kleine Unterschiede - gleiche Aussehen der Wände. Sie umstellen, abgewinkelt und sich an den Lichtschlitzen berührend, ein von außen nicht sichtbares Zentrum, den Innenraum. Auch die im Innern besonders hervorgehobene Altarwand zeigt sich im Äußeren schlicht. Der umgekehrte Fall liegt bei der Westwand vor,
die im Innern schlicht gestaltet ist, aber im Äußeren als Wand über dem Eingang eine dezente Betonung durch drei horizontale Absätze erhielt. Sie bildet, wie ein Schiffsbug hervorragend, gewissermaßen das Vordach für den Eingangsbereich. Eine noch stärkere Betonung erfährt dieser Bereich durch die X-förmige, an das Andreaskreuz erinnernde Stütze und das Relief an der Außenwand des Vorraumes.
die im Innern schlicht gestaltet ist, aber im Äußeren als Wand über dem Eingang eine dezente Betonung durch drei horizontale Absätze erhielt. Sie bildet, wie ein Schiffsbug hervorragend, gewissermaßen das Vordach für den Eingangsbereich. Eine noch stärkere Betonung erfährt dieser Bereich durch die X-förmige, an das Andreaskreuz erinnernde Stütze und das Relief an der Außenwand des Vorraumes.
Der Glockenturm
Der wichtigste Ausgangspunkt für die Gestaltung des Turmes war die Größe der Glockenstube, in der das aus fünf Glocken bestehende Geläut Platz finden musste. Sie wurde bis auf wenige Schlitze - als geschlossenes Gehäuse ausgebildet, damit sich der Klang der einzelnen Glocken darin mischt und somit ein besserer Gesamtklang des Geläutes entsteht.
Die Konstruktion des Turmes besteht aus zwei senkrechten Wandscheiben, die 34 m in die Höhe ragen und oben mit einem durchbrochenen Deckel verbunden sind. Zwischen ihnen hängt in zwei Drittel der Höhe die 7 m hohe Glockenstube, ähnlich der Gondel eines Aufzuges. Sie ist deshalb so hoch angebracht, damit der Klang der Glocken möglichst weit zu hören ist. Um gegenseitige Beeinträchtigungen zu vermeiden, wurden die Glocken der Auferstehungskirche auf das Geläut der Dreifaltigkeitskirche und der Zell-Weierbacher Kirche abgestimmt - als Teilaspekt der durch die drei Kirchen gebildeten "ökumenischen Achse" (Pfr. Dr. Pfeil).
Die Heintz-Orgel
Seit 1979 klingt die Orgel in der Auferstehungskirche
Pfarrer Dr. Pfeil übergab am 18. März 1979 die neue Orgel mit den Worten "...zum Lobe Gottes, zur Freude der Gemeinde...".
Die Orgel ist nach den Prinzipien des barocken Orgelbaus entworfen und aus entsprechenden Materialien gebaut. Sie hat 24 Register und insgesamt 1.741 Pfeifen, von denen die kleinste nur 2 cm lang ist, die größte 2,50 m. Die Pfeifen sind teils aus einer Zinn-Blei-Legierung, teils aus Kiefernholz hergestellt. Das Gehäuse besteht aus massivem Eichenholz, was bei seiner Wirkung als Resonanzkörper für eine gute Klangqualität von großer Bedeutung ist.
Von der Auswahl der Register her ist die Orgel für die Wiedergabe französischer Barockmusik besonders geeignet. Ihre ungleichschwebende Stimmung (nach Kirnberger) lässt die Haupttonarten besonders günstig erklingen, die in der alten Musik bevorzugt werden. Obwohl die Orgel nicht zu den größeren ihrer Art gehört, ist ihre Klangpalette so reichhaltig , dass auf ihr Werke aus nahezu allen Stilrichtungen überzeugend zu spielen sind.
Entworfen und gebaut wurde das Instrument von der Firma Georges Heintz, Schiltach/Schwarzwald.
HAUPTWERK
Bourdon 16'
Principal 8' (im_Prospekt)
Gedeckt 8'
Oktave 4' (Spiegelprospekt)
Nachthorn 4'
Oktave 2'
Mixtur 4 f.
Cornet 5 f.
Trompete 8'
Tremulant
SCHWELLWERK
Flöte 8'
Salicional 8'
Principal 4'
Rohrflöte 4'
Nazard 2 2/3
Blockflöte 2'
Terz 1 3/5
Zimbel 4 f.
Cromorne 8'
Tremulant
PEDAL
Subbass 16'
Oktavbass 8' (im_Prospekt)
Flötbass 4'
Hintersatz 4 f.
Posaune 16'
Clairon 4'
Bourdon 16'
Principal 8' (im_Prospekt)
Gedeckt 8'
Oktave 4' (Spiegelprospekt)
Nachthorn 4'
Oktave 2'
Mixtur 4 f.
Cornet 5 f.
Trompete 8'
Tremulant
SCHWELLWERK
Flöte 8'
Salicional 8'
Principal 4'
Rohrflöte 4'
Nazard 2 2/3
Blockflöte 2'
Terz 1 3/5
Zimbel 4 f.
Cromorne 8'
Tremulant
PEDAL
Subbass 16'
Oktavbass 8' (im_Prospekt)
Flötbass 4'
Hintersatz 4 f.
Posaune 16'
Clairon 4'







