Evangelisches Profil

 
Evangelische Tageseinrichtungen für Kinder zeichnen sich durch eine besondere Haltung aus. Christliche Werte werden in der Evangelischen Kindertageseinrichtung erfahrbar und erlebbar gemacht.
"Evangelisch" sein bedeutet: In dem Bewusstsein leben, dass du von Gott angenommen bist, so wie du bist.
Das „Profil der Evangelischen Kindertageseinrichtungen“ in Baden bildet mit seinen Zielen und Eckpunkten eine wesentliche Grundlage für die Bildungsarbeit im Kindergarten Haus der kleinen Freunde und für die Erziehungspartnerschaft mit den Familien der Kinder.
Kern der Formulierungen des Profils Evangelischer Kindertageseinrichtungen sind folgende Eckpunkte und Ziele:

• Fachliche Qualität
• Offene und freundliche Beziehungen
• Angebot einer christlichen Lebensorientierung
• Begegnung mit anderen Religionen
• Solidarität mit den Schwachen – Teilhabe, Gerechtigkeit eröffnen
• Zusammenleben mit der Evangelischen Gemeinde

Auf dieser Grundlage ist das Evangelische Profil in die pädagogische Konzeption mit verschiedenen Schwerpunkten integriert.
 
„Menschen, die aus Hoffnung leben, sehen weiter.
Menschen, die aus Liebe Leben, sehen tiefer.
Menschen, die aus dem Glauben leben, sehen alles in einem anderen Licht.“(Lothar Zenetti)

Nicht allein durch unsere Trägerschaft der evangelischen Landeskirche Baden (Diakonie) ist unser tägliches Miteinander und unsere pädagogische Arbeit geprägt von christlichen Werten, sondern auch die Landesverfassung von Baden-Württemberg beschreibt im Artikel 12 umfassend die Aufgabe der Erziehung unter dem Einfluss religiöser Aspekte und nennt in diesem Zusammenhang unter anderem Eltern und Religionsgemeinschaften als verantwortliche Träger der Erziehung.
Kinder sind auf eine vertrauenswürdige Umwelt, die Schutz und Geborgenheit bietet und angewiesen, von der aus sie die Welt erkunden können.
Jeder Mensch, jedes Kind, ist von Gott gewollt, geleitet und gesegnet!
Wir Erzieherinnen im Haus der kleinen Freunde sehen unseren Auftrag christlicher Erziehung darin, die uns anvertrauten Kinder in ihrer Einzigartigkeit anzunehmen und machen den Kindern Mut, das Leben zu gestalten, ihre Erfahrungen zu verarbeiten und im Zusammenleben den im Alltag gelebten Glauben ganz praktisch und hautnah zu erfahren.
Dies geschieht bei uns z.B. durch: Erzählungen aus der Bibel und dem Leben von Jesus, Gebete, Mitgestaltung von Gottesdiensten, Stilleübungen, Gesten, Traditionen, feste Rituale im Alltag, Tänze, Lieder und das Feiern von christlichen Festen im Jahreslauf. Familien und Kinder anderer Religionszugehörigkeiten sind bei uns willkommen und bereichern mit ihren Traditionen unseren Alltag. Unser Umgang ist geprägt von Wertschätzung und Toleranz.
Kinder erfahren im Haus der kleinen Freunde, dass sie mit ihren Stärken und Schwächen angenommen sind. Sie brauchen die Erfahrung von Grenzen, den Raum um Fehler machen zu dürfen und die Gewissheit trotzdem angenommen und willkommen zu sein.
In unserer Haltung sind wir Vorbilder für Kinder und deren Familien und vermitteln grundlegende Werte unseres Zusammenlebens.
Verantwortung, Nächstenliebe, Toleranz, Hilfsbereitschaft, Respekt gegenüber der Schöpfung, konstruktive Konfliktlösungen und die Annahme von Andersartigkeit sind für uns im Zusammenleben mit den Kindern selbstverständlich. Gesellschaftliche und globale Solidarität können von religiösen Lebensorientierungen entscheidend gestützt werden.

„Dass es die Welt, dass es den Menschen, dass es die menschliche Person, dich und mich gibt, hat göttlichen Sinn“. Martin Buber (Mordechai, 1878-1965), jüdischer Religionsforscher und Religionsphilosoph