Ehrenamtliche gestalten die neue Kirchengemeinde Offenburg aktiv mit
Ehrenamtliche erhalten in der neuen evangelischen Kirchengemeinde Offenburg mehr Verantwortung und Gestaltungsspielraum. Mit einem festlichen Gottesdienst in der Evangelischen Stadtkirche werden am Sonntag die neuen Kirchengemeinderäte eingeführt.
Zum 1. Januar wurde aus sieben Offenburger evangelischen Pfarreien die Gesamtkirchengemeinde Offenburg, die seelsorgerlich betreut wird von einem Team Pfarrerinnen, Pfarrern und Diakonen. Mit den neuen Strukturen heiße es Abschied nehmen von vielem Gewohntem und Liebgewonnenem, aber der Neuanfang eröffne auch Chancen, so Christian Kühlewein‑Roloff, geschäftsführender Pfarrer für die Kirchengemeinde Offenburg, zu der auch Schutterwald gehört. Auch die bisherigen Ältestenkreise sind Geschichte, der am 1. Advent neu gewählte Kirchengemeinderat wird für die nächsten sechs Jahre die neue Kirchengemeinde leiten und in die Zukunft führen. Beim festlichen Sonntagsgottesdienst in der Evangelischen Stadtkirche mit der Bezirkskantorei und dem Posaunenchor findet die Einführung und Segnung der 14 neuen Räte statt. Die Predigt hält Dekan Oliver Wehrstein zur Jahreslosung „Siehe, ich mache alles neu“ (Offb. 21,5).
„Insgesamt haben wir in der Badischen Landeskirche seit einigen Jahren einen Transformationsprozess“, erklärt Pfarrer Christian Kühlewein‑Roloff den Hintergrund. Mit weniger Ressourcen und weniger Personal werde man zurechtkommen müssen, dennoch wolle man eine lebendige Gemeinde sein. Entscheidend sei, dass man sich als Gesamtkirchengemeinde verstehe, wo an verschiedenen Orten Angebote stattfinden würden. Das biete große Chancen auch für Ehrenamtliche, die Kirche mitzugestalten, sich einzubringen, eigene Ideen zu entwickeln und Akzente zu setzen, natürlich unterstützt von den Ortsteams und den Thementeams. In den Teams könnten Menschen sich für ihre Herzensangelegenheiten stark machen – ob im Bereich der Kinder‑, Jugend‑ oder Familienarbeit, der Konfirmandenvorbereitung, der Seniorenarbeit, der Kirchenmusik oder der Gottesdienstgestaltung. „Es ist auch nicht so, dass man sich für eine längere Zeit über sechs Jahre verpflichten muss; man kann sich auch bei einem Projekt oder einem bestimmten Thema engagieren, das einem wichtig ist“, so der Pfarrer. Es sei eine schöne Sache zu sehen, dass Leute für ein Thema brennen und mit Freude Verantwortung übernehmen – Bewährtes zu gestalten oder neue Akzente zu setzen, wie spirituelles Leben in Offenburg aussehen kann.
Kühlewein‑Roloff blickt zuversichtlich in die Zukunft. Seine Aufgabe als geschäftsführender Pfarrer sei es, die verschiedenen Gremien zu leiten. Man sei auf einem guten Weg gemeinsam als Dienstgruppe der Pfarrerinnen und Pfarrer, der Diakonin, dem Bezirkskantor Traugott Fünfgeld und den Ehrenamtlichen. Auch sei man gut vernetzt in der Stadt und mit der Ökumene und freue sich, auf diese Weise Kirche neu präsent zu machen und leuchten zu lassen. Es werde zum Herbst hin ein gemeinsames Pfarramt geben, auch werde die Pfarrstelle von Pfarrerin Jutta Wellhöner ausgeschrieben. Eine Diakonstelle sei noch vakant, jedoch habe sich bereits ein Interessent gezeigt, der das Team im Bereich Konfirmanden- und Jugendarbeit unterstützen werde.
Hinweis: Die neuen Kirchengemeinderäte Christian Neupert, Gabi Schmidt‑Geiger, Andreas Schweizer‑Theobaldt, Christine Esslinger, Irmgard Rosenke‑Piske, Herwig Schäfer, Elisabeth Hasselmann, Gunnar Panskus, Thea Spielberger‑Martin, Yuk Kuen Aniessa, Friedemann Hahn, Thomas Forster, Ali Taiari und Frank Lendowski werden am Sonntag, 25. Januar, 10 Uhr, in der Evangelischen Stadtkirche in ihr Amt eingeführt.
